Fidya und Kaffara

Fidya und Kaffara

Die Sühnezahlungen im Islam

Fidya: Nicht gefastete Tage aus erlaubtem Grund
(6€ pro zu speisende Person)

„und jenen, denen das Fasten unerträglich wird, sollen einen Armen pro Tag als Sühneleistung speisen (…) das Fasten wäre jedoch gewiss besser für euch, wenn ihr nur wüsstet.“ [HQ, 2;184]

Fidya – die Sühnezahlung

Unter Fidya versteht man die Sühnezahlung für verpasste Fastentage im Ramadan, aus legitimen Grund, wie z.B. Schwangerschaft, Stillen oder chronischer Krankheit. Bei kurzer Krankheit fastet man den Tag einfach nach.
Jedes Jahr erneut wird im Fastenmonat dazu ein Regelbetrag pro Fastentag festgelegt, den man vor dem Festgebet entrichten sollte.

Richtwert Fidya
6€pro Tag
  • Bei 30 Tagen = 180€

Kaffara – die Sühneleistung

Unter Kaffara versteht man eine Sühneleistung. Wörtlich ist es wie die Tilgung einer Sünde anzusehen. In den meisten Fällen handelt es sich um einen gebrochenen Schwur, den man bei Allah getätigt hatte, dem dann aber nicht gerecht wurde.

In dem Fall sollte man zuerst versuchen einen Sklaven zu befreien, wenn das nicht geht 10 Arme speisen oder kleiden, oder ersatzweise 3 Tage fasten, wenn auch das nicht möglich war.
Viele Wünschen sich über uns ihre Kaffara im Ausland zu begehen, 10 Arme dort zu speisen, wo sie auch richtig Hunger haben, da es die Sklavenbefreiung wie es sie früher einmal gab heute im islamischen Rechtswege nicht mehr gibt.

Die Kaffara kann man bei uns bereits mit 40€ begehen. Bis vor kurzer Zeit lag der Richtwert noch bei 50€, aber durch intensive Gespräche mit Studenten des Wissens, bot sich die Möglichkeit diese Sühneleistung noch leichter zu gestalten.

Richtwert Kaffara
40€

Derjenige, der sein Fasten mit Absicht gebrochen hat, muss ebenfalls eine Sühneleistung erbringen. Die Vorhergehensweise nach Quran und Sunnah besagt, dass man für diese Kaffara zuallererst einen Sklaven befreien sollte. Dies ist islamisch gesehen in der heutigen Zeit jedoch nicht möglich, da es keinen legalen Sklavenhandel mehr gibt. Deswegen muss derjenige, der sein Fasten absichtlich bricht, in erster Linie 60 Tage durchgehend Fasten. Fühlt man sich dazu nicht in der Lage, besteht die Kaffara daraus 60 Arme zu speisen.

Die Voraussetzungen für die Speisung der Armen ist, sie zu Speisen wie ein Fastender in der Nähe gespeist wird. Das entspricht pro Person einem Richtwert von 6 Euro. Sicher ist es gültig, und von einigen Shuyukh sogar empfohlen, dies in ärmeren Ländern zu tun wo wirklicher Hunger herrscht.

Um 60 Fastende zu Speisen und damit eine Sühneleistung darzubringen, werden somit pro absichtlich gebrochenen Fastentag 360€ fällig.

Kaffara: Absichtliches Fastenbrechen
(Bedeutet aufrichtige Tawba (Reue) machen und auf Allahs Barmherzigkeit hoffen + 60 arme Speisen = 360€ / Tag)

“(Vorgeschrieben ist es euch) an bestimmten Tagen. Wer von euch jedoch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, der soll eine (gleiche) Anzahl von anderen Tagen (fasten). Und denjenigen, die es zu leisten vermögen, ist als Ersatz die Speisung eines Armen auferlegt. Wer aber freiwillig Gutes tut, für den ist es besser. Und daß ihr fastet, ist besser für euch, wenn ihr (es) nur wißt!” (Quran: 2:184)

Verwendungszwecke für Fidya und Kaffara

Fidya

Verwendungszweck: FIDYA

Kaffara

Verwendungszweck: KAFFARA

WICHTIG: Bitte bei der Überweisung als Verwendungszweck nur die von uns aufgeführten Kürzel verwenden.

(Nicht die Namen der Länder und die der Projekte eintragen!)

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